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Kölner Arbeitskreis für Philosophie und Analytische Psychologie

Beginn:
Sa., 17. Nov 2018, 10:00
Ende:
Sa., 17. Nov 2018, 16:00
Kurs-Nr.:
PH-1
Preis:
55,00 EUR pro Platz
Ort:
Melanchthon Akademie, Kartäuserwall 24b, 50678 Köln
zertifizierte Fortbildungspunkte:
8

Beschreibung

Einführender Vortrag von Dr. phil. Barbara Gründler:

Von seelischer Selbstvergiftung und Hasskonserven
Das Ressentiment nach Nietzsche, Scheler und Sloterdijk

Der Begriff „Ressentiment“, dessen Verwendung im Deutschen auf Friedrich Nietzsche zurückgeht, wird im Alltagsgebrauch häufig als Synonym für „Vorurteile“ verwendet.
Ursprünglich jedoch hatte Nietzsche das Ressentiment als eine aus unverwundenen Kränkungen resultierende seelische Selbstvergiftung beschrieben. Systematisch zurückgedrängte Rachewünsche, Missgunst und Groll werden wieder- und nachgefühlt (re-sentir), begünstigen die Entstehung von „Hasskonserven“ (Sloterdijk) und behindern den freien Lebensvollzug. Im Vortrag und dem anschließenden Gespräch soll es nicht nur um eine Sensibilisierung für eigene Ressentiments und mögliche Wege zu deren Überwindung gehen, sondern auch um jene Ressentiments, welche insbesondere therapeutische Beziehungen überschatten können. Wie der Geist der Rache einer Ethik der Großzügigkeit Platz machen kann, wie Heimzahlungswünsche durch verzeihende Gesten der „Vorwärts-Schenkung“ (Sloterdijk) aufgehoben werden können, wird zu zeigen sein. Die Jung’sche Sichtweise auf diesen Schattenaffekt soll im Dialog anschließend eingebracht und diskutiert werden.


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