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Themen der Analytischen Psychologie

Themen der Analytischen Psychologie (4)

Aktive Imagination

Die Aktive Imagination (lat. activus: treibend, handelnd, tätig; lat. imago: Vorstellung) ist eine von C. G. Jung entwickelte Methode der Auseinandersetzung mit dem Unbewussten, die mit Selbsterfahrungsprozessen einhergeht und Persönlichkeitsentwicklung ermöglicht. Es geht darum, innere Bilder aus dem Unbewussten aufsteigen zu lassen, mit ihnen kreativ und schöpferisch umzugehen  und auf diese Weise mit den tieferen Schichten der Seele in Kontakt zu kommen. Die Aktive Imagination ist neben der Arbeit mit Träumen, Symbolen, Märchen und Mythen eine der wesentlichen Methoden der Analytischen Psychologie.

Was sind Komplexe?

Komplexe sind im Unbewussten gespeicherte verinnerlichte konflikthafte Erfahrungen in Beziehungen, die mit einer oder mehreren schwierigen Emotionen – z.B. Angst, Wut, Scham – einhergehen, weshalb C. G. Jung auch von „gefühlsbetonten Komplexen“ spricht. Die Konflikterfahrungen wurden meist in der vulnerablen Phase der Kindheit gemacht, in einer Situation, die mit einem starken Gefühl einherging. Diese emotionsgeladenen Komplexe wirken als autonome Komplexe im Unbewussten weiter. Jung bezeichnet sie daher auch als abgesprengte Teilpsychen (GW 8, § 204), die unser Bewusstsein und unsere ganze Aufmerksamkeit bestimmen können.

Der Individuationsprozess

Prof. Dr. Verena Kast

Unter dem Individuationsprozess wird der Prozess der dialogischen Auseinandersetzung zwischen dem Bewusstsein und dem Unbewussten verstanden. Bewusste und unbewusste Inhalte vereinigen sich in den Symbolen.

Ziel des Individuationsprozesses ist es, dass man zu dem Menschen wird, der man eigentlich ist. „Werde, der du bist“, so sagte schon Pindar, die Idee ist also nicht neu. Aristoteles betonte, dass jedes Erschaffensein sich die nur ihm eigene Gestalt habe, und das Leben soll zu dieser eigenen Gestalt hinführen. Das heißt, dass die Fülle der Lebensmöglichkeiten, die in uns angelegt sind, zu einem großen Teil erlebbar werden, dass sichtbar wird, was in uns – und vielleicht eben nur in uns – angelegt ist.

Maltherapie

Prof. Dr. Dr. Ingrid Riedel

Malen aus dem Unbewussten

Das Schöpferische ist nach Jung das Prinzip, das in der ganzen Schöpfung wirkt, das immer neue Formen und Gestalten hervorbringt, z.B. in der Evolution. An das Schöpferische angeschlossen zu sein, macht den Menschen heil, lässt ihn immer wieder heil werden.[1] Durch Einfälle, Inspiration, Imagination und gerade auch durch das sogenannte „Malen aus dem Unbewussten“, das in der Maltherapie auf der Basis der Analytischen Psychologie C. G. Jungs praktiziert wird, wird das Schöpferische Prinzip lebendig und bewusst: „In creation you are created“[2], sagte Jung einmal in einem seiner englischen Seminare.

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